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Radebeul - Deutschland |
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Seit dem Jahr 2001 gibt es im sächsischen Radebeul den Spitzhaustreppen-Lauf über 397 Stufen. Als nun Mitte des Jahres 2004 einer der Hauptorganisatoren dieser Veranstaltung, Christian Hunn vom Radebeuler Treppenlaufteam, eine Mount Everest - Austellung in Leipzig besuchte. ist ihm eine geniale Idee gekommen: wenn man die bestehende Strecke am unteren Wendepunkt ein wenig verlängert, kommt man auf 88,48 Höhenmeter. Das mal 100 ergibt die Höhe des Mount Everest ! Und die Gesamtdistanz 100x rauf und runter macht genau einen Doppelmarathon ! Der weltweit allererste Treppen-Ultra mit 39700 Stufen war geboren. Am 16. April 2005 war es dann soweit - um 16 Uhr erfolgte der Start zu dieser faszinierenden Veranstaltung. 28 Einzelläufer, davon 2 Frauen und 7 Dreierseilschaften ( je Mitglied mindestens 25 und höchstens 50 Runden ) stürzten sich vom oberen Wendepunkt das erste Mal die Treppe hinunter. Zu diesem Zeitpunkt fand keiner Zeit,einen Blick auf die Stadt Radebeul voraus, die Elbe dahinter und ganz links im Hintergrund auf Dresden zu werfen. Vier Stunden später starteten dann noch 5 Touristengruppen, wo jeder Teilnehmer nur eine Runde zu laufen hatte - dadurch war auch während der Nachtstunden für Leben an der Treppe gesorgt ! Das Radebeuler Treppenlauf-Team hat diese Premierenveranstaltung hervorragend organisiert, unterstützt vom Deutschen Roten Kreuz und vom Technischen Hilfswerk. An den zwei Verpflegsstellen war immer etwas zu haben, im Versorgungszelt außerdem noch warmes Essen und extraheißer Tee oder Kaffee. Die bereitstehenden Rettungsautos hatten keine Fahrt zu machen; durch Posten wurde die Treppe auch immer überwacht; und wenn ihnen ein Teilnehmer "auffiel", wurde er dem Team des nächsten Rettungsautos angekündigt, daß dann überprüfte, ob ein Kreislaufproblem oder wie meistens diverse muskuläre Schwierigkeiten vorlagen. Natürlich gab es auch Schlafmöglichkeiten und einen Massage-Service während der Dauer des Bewerbes und danach. In der vorgegebenen Renndauer von 24 Stunden schafften dann 1 Frau und 11 Männer die volle Distanz von 100 Runden - der Schweizer Sieger Kurt Hess hat es sich nicht nehmen lassen, die 24 Stunden auszunutzen und noch weitere 33 Runden zurückgelegt. Für die ersten 100 brauchte er 17 Stunden, 9 Minuten und 42 Sekunden, während Ulrike Baars aus Dresden nach 19 Stunden, 30 Minuten und 48 Sekunden den Mount Everest virtuell bestiegen hatte !
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